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Ab dem ersten Maisonntag kann der Klostergarten in Oelinghausen wieder besucht werden. Der Freundeskreis lädt zu einem Frühlingsrundgang durch den Garten ein. Es geht auf die Suche nach Heilpflanzen gegen den “rauen Hals” und nach den Vitaminspendern aus der alten Klosterzeit. Wer etwas mitnehmen möchte, das Gartenteam bietet Oelinghauser Gartenerzeugnisse und Ableger der Heilpflanzen zu kleinen Preisen an.
Um 15.00 Uhr steht eine Gartenführung auf dem Programm. Dr. Bertzen stellt historische Gartenpflanzen vor und berichtet über die Geschichte des alten Oelinghauser Klostergartens. Der Klostergarten ist bis zum 3. Oktober 2022 an allen Sonn- und Feiertagen von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet.

Der Milchstern, auch “Stern von Bethlehem“ genannt. Er ist seit langer Zeit ein Frühlingsbote im Oelinghauser Klostergarten.
Klostergartenmuseum Oelinghausen
vom 12.09. bis zum 10.10.2021
Nach fast zwei Jahren Unterbrechung öffnet der Freundeskreis Oelinghausen das Klostergartenmuseum wieder für Besucher. Den Beginn macht eine kirchengeschichtliche Wanderausstellung des Erzbistums Paderborn:
„Welt und Zeit gestalten – 900 Jahre Prämonstratenserorden“
Im Jahre 1121 begründete Norbert von Xanten mit einigen Gefährten in Prémontré, im Nordosten Frankreichs, den Orden der Prämonstratenser. Es war ein Zusammenschluss von Priestern und gebildeten Leuten, Männern und Frauen, die nach der Regel des Hl. Augustinus lebten. Sie widmeten sich der Seelsorge, ihr Ziel war, den Menschen das göttliche zu vermitteln.
Der Orden war außerordentlich erfolgreich, in nur einem Jahrhundert entstanden in Europa über 600 Niederlassungen. Darunter waren auch die drei Prämonstratenserklöster auf dem Gebiet der heutigen Stadt Arnsberg – Kloster Wedinghausen, Kloster Rumbeck und Kloster Oelinghausen.
Die Ausstellung zeigt die große kirchen- und landesgeschichtliche Bedeutung dieses Ordens und das Wirken der Prämonstratenser in unserer Region. Ausstellungsorte sind alle drei Prämonstratenserklöster in Arnsberg.
Am Sonntag, den 12. September 2021 findet um 11.00 Uhr in der Propsteikirche St. Laurentius, Arnsberg-Wedinghausen die gemeinsame Eröffnung statt. Die Ausstellung im Klostergartenmuseum in Oelinghausen wird am Nachmittag um 16.00 Uhr eröffnet.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde Oelinghausens,
wegen der weiter andauernden Corona-Pandemie bietet der Freundeskreis Oelinghausen e. V. in diesem Jahr keine öffentlichen Veranstaltungen an. Das betrifft auch alle Gruppenführungen durch die Klosterkirche und durch den Klostergarten. Es ist sehr bedauerlich, aber leider unvermeidlich.
Die für 2020 geplanten Vorhaben sollen im nächsten Jahr nachgeholt werden. Sobald eine verlässliche Planung möglich ist, werden wir das kommende Programm veröffentlichen. Wir hoffen gemeinsam auf ein besseres Jahr 2021!
Bis dahin können wir nur die Oelinghauser Beiträge als Lektüre zur Geschichte des Klosters anbieten. Sie finden die Titel unter der Rubrik „Shop“ auf unserer Homepage.
Trotz der Beschränkungen können Sie Kloster Oelinghausen aber weiterhin besuchen. Die Krypta der Klosterkirche ist geöffnet und die Landschaft mit ihrer Natur lädt unverändert zu Spaziergängen ein. Ein Tipp für die Gartenfreunde, über die stark beschnittene Mauer können Sie vom Parkplatz aus die jahreszeitliche Entwicklung im Klostergarten verfolgen.
Der Vorstand des Freundeskreises wünscht allen weiterhin eine gute Gesundheit und viel Lebensfreude.
Dr. Günter Bertzen
Vorsitzender
Von der Wildkamera erfasst: Dachs, Wildschwein, Graureiher und Enten
Fotografische Bearbeitung: Matthias Baule, Neheim

Dachse auf Futtersuche
Es sind nur einige der Arten, die dort nachts auf Nahrungssuche gehen und auf den Teichen Schutz finden. Bisher sind wir in Kloster Oelinghausen vom weltweit gemeldeten Rückgang an Wildtieren verschont geblieben. Das verdanken wir vor allem den bei uns dicht beieinander liegenden unterschiedlichen Lebensräumen. Was auf den stark gedüngten und vom Unkraut befreiten Ackerflächen an Futterpflanzen nicht mehr wächst und an Kleintieren nicht mehr lebt, das können die Tiere dort finden. Noch bieten Wald- und Feldränder sowie Feuchtbiotope den Tieren die lebensnotwendige Vielfalt an pflanzlicher und tierischer Nahrung. Hoffentlich bleiben diese Restflächen weiterhin vor dem GPS-gesteuerten Pflug verschont, über nächtliche Tierbesuche können wir uns dann auch in Zukunft freuen.

Eine gelungene Aufnahme, Graureiher landet auf dem Klosterteich.

Auch die Wildschweine haben die Teiche entdeckt.

Enten suchen in der Nacht Schutz auf den Teichen.
Fantasien von und über J.S. Bach
am Samstag, den 5. 10. 2019, 19.00 Uhr
Das letzte Konzert der diesjährigen Musica-Sacra -Reihe, zu dem der Freundeskreis Oelinghausen am Samstag, den 5.10. einlädt, stellt mit dem Thema „Fantasien von und über J.S. Bach“ die Brillianz und den Farbenreichtum der historischen Oelinghauser Orgel in den Mittelpunkt. Drei Orgelkompositionen Bachs, die zu den bedeutendsten und meistgespielten Meisterwerken gehören:
die Fantasien g-moll, c-moll, G-dur,
werden gespielt von dem aus Arnsberg – Vosswinkel gebürtigen Kirchenmusiker und Dozenten Tobias Wittmann. Der Name „Fantasie“ spricht dabei für sich. Bachs Orgelfantasien sind voller dramatischer Ausdruckskraft, die musikalische Form ist geprägt durch die Spontanität des Einfalls, durch die Freiheit des emotionalen und expressiven Ausdrucks.

Tobias Wittmann, Kirchenmusiker und Dozent, geboren in Arnsberg-Voßwinkel
Tobias Wittmann inszeniert an der historischen Oelinghauser Orgel die drei großen Fantasien von J.S. Bach. Dazwischen lässt er sich von diesen zu eigenen, spontan improvisierten Fantasien anregen. Es entsteht ein anregender Dialog, in dem die musikalischen Elemente hin und her zu pendeln beginnen. Ein sowohl anspruchsvolles als auch sehr interessantes Programm ! Seit 2011 ist Tobias Wittmann als Kirchenmusiker an St. Fidelis in Stuttgart tätig und ist zugleich Regionalkantor für das Kath. Stadtdekanat Stuttgart. Außerdem unterrichtet er Orgelimprovisation und Orgelbaukunde an der Musikhochschule Stuttgart. Sein besonderes Interesse gilt der Orgelimprovisation und dem Dialog von Kirchenmusik mit anderen Kunstformen.
Eintritt:12,00 EUR / Schüler und Studierende frei,
ein barrierefreier Zugang ist vorhanden
Bauzeugnisse über und unter der Erde erzählen Geschichten
Offene Führung am Sonntag, 08.09.2019 — 15.00 Uhr
Bernhard Padberg (Freundeskreis Oelinghausen e.V.)
Treffpunkt: Parkplatz v. d. Gasthof Danne

Kaiserstielkonstruktion, Blick in den Kirchturm
der Klosterkirche Oelinghausen, Foto: Bernhard Padberg
Der Freundeskreis Oelinghausen lädt ein zu einem spannenden Rundgang durch die Klosteranlage. Es werden die „zentralen“ Umgestaltungen und Veränderungen in 7 Jahrhunderten in den Blick genommen und ein ganz besonderes Augenmerk auf die nicht mehr stehenden Bauwerke gerichtet. In der Erde stecken zahlreiche Mauerreste und bezeugen den ehemaligen Baubestand. Bernhard Padberg vom Freundeskreis Oelinghausen wird während der Führung die ehemalige Klosteranlage und ihre differenzierte Funktion zumindest in Gedanken modellhaft wieder neu entstehen lassen. Für alle, die Oelinghausen nur in heutiger Zeit kennen, birgt die Führung sicherlich manche Überraschung.
Ein Vortrag von Frau Dr. Christina Vogt, Ludwigs-Galerie in Oberhausen
Sonntag, den 01.09.2019 um 15.00 Uhr auf der Nonnenempore
Erinnerungen an die Verehrung der Hl. Anna in früherer Klosterzeit
Oelinghausens
Die Bildthematik der „Mutter Anna, die ihrer kleinen Tochter Anna das Lesen lehrt“, ist bereits im Mittelalter bekannt. Sie entwickelte sich im Kontext der Annenverehrung, die in Manuskripten des 13. und frühen 14. Jahrhunderts belegt ist. Im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit fand das Thema eine immer größere Beachtung. In der Barockzeit gewann das Thema dann eine allgemeine Popularität, die bis in das 19. Jahrhundert andauerte.

Anna lehrt Maria das Lesen
Auch im Kloster Oelinghausen stand die Verehrung der Hl. Anna als Mutter von Maria, der Gottesmutter hoch im Kurs. Bereits vor 1600 war sie Mitpatronin eines Altars. Eine Darstellung aus gotischer Zeit ist jedoch nicht erhalten geblieben.
Dafür taucht die figürliche Darstellung der Hl. Anna im Zuge der Neugestaltung der Klosterkirche nach 1700 gleich zweimal auf. Der hohe Stellenwert, der dieser Heiligen im Oelinghauser Prämonstratense-rinnenkonvent zugewiesen wurde, kommt zum einen durch die Darstellung als Großfigur im Ensemble des Hochaltars von 1712 zum Ausdruck. Hier sind vor allem Darstellungen von Heiligen aufgegriffen, die in irgendeiner persönlichen Beziehung zum Prämonstratenserorden bzw. zu dessen inhaltlicher Ausrichtung stehen. Hier ist einerseits der Bildungsaspekt für Mädchen und Frauen zu nennen. Zum anderen ist eine Annen-Figur in Oelinghausen erhalten geblieben, die sich früher gemeinsam mit der Hl. Dorothea als Ampelfigur auf dem Nonnenchor befand. In diesem Bildwerk von ca. 1720 kommt der „lehrende Charakter“ in der Darstellung zwischen der Mutter und ihrer Tochter besonders schön zum Ausdruck.
Im Kloster Oelinghausen bestand seit mindestens dem späten Mittelalter eine Schule, in der die Töchter des westfälischen Adels erzogen wurden und in der sie Lesen und Schreiben lernten. Viele kamen schon mit 8 oder 9 Jahren nach Oelinghausen und eine Reihe von ihnen traten später auch in den Orden ein. In diesem Zusammenhang ist die Darstellung der Hl. Anna, die ihrer Tochter Maria das Lesen lehrt, als Identifikations- und Orientierungsfigur zu sehen.
Unter diesem Motto laden Gundula Hümmeke, Dr. Elisabeth Heinen und Regina Hasemann, Mitglieder des Freundeskreises Oelinghausen, am Sonntag, 25. August, 15.00 Uhr zu einem Workshop im Klostergarten ein (bei Regen im Klostergartenmuseum). Nach einer Einführung in die Heilwirkung der verschiedenen Pflanzen des Gartens und ihre Verwendung als ganzem Kraut, Wurzeln, Blüten, Blätter oder Samen sowie den Einsatzmöglichkeiten als Tee, Salbe Auszug oder Tinktur erfolgt der praktische Teil des Workshops. So stellen die Teilnehmer Beinwellsalbe her (wirkt u.a. bei Muskelzerrung und Gelenkentzündungen), Ringelblumensalbe (einzusetzen zur Gesichts- und Hautpflege) sowie das kostbare “Rote Öl” aus Johanniskraut (hilft bei Gicht-und rheumatischen Beschwerden). Gerätschaften und Gefäße werden bereitgestellt und die Zutaten sind entsprechend vorbereitet. Die erstellten Salben und das Öl können mitgenommen werden.
Kostenbeitrag 12,00 €.
Eine Anmeldung ist erforderlich:
Tel. 02932/33113 oder e-Mail: whuemmeke@t-online.de

Foto: Dr. Werner Hümmeke
Unter diesem Motto lädt Gundula Hümmeke, Mitglied des Freundeskreises Oelinghausen, zu einer Führung in den Klostergarten ein.
Sonntag, 18. August, um 15 Uhr
Mitgebrachte Krautbunde werden anschließend um 17 Uhr im Festgottesdienst in der Klosterkirche geweiht.
Im Klostergarten Oelinghausen sind unter der Fülle von Heilpflanzen auch die typischen Heilkräuter eines Krautbundes zahlreich vertreten. Beim Rundgang durch den Garten können die Besucher Alant, Eberraute, Eisenkraut, Baldrian oder Wermut fühlen, riechen und schmecken: Pflanzen, die in der freien Natur selten geworden und oft schwer zu finden sind. Unsere Vorfahren wussten, dass Johanniskraut als Tee hilfreich bei Melancholie ist, Mädesüß das Fieber senkt, Wermut bei Kopfschmerz oder die Blüten der Königskerze bei Heiserkeit und Schmerzen in der Brust helfen.

Krautbund auf den Altarstufen in der Klosterkirche Oelinghausen
Die Wurzeln des Brauchs der Kräuterweihe reichen bis weit in heidnische Zeiten zurück. Damit waren immer auch mythische Vorstellungen verbunden. So waren z.B. Baldrian und Dost den germanischen Göttern Baldur und Donar geweiht. Die gesegneten Kräuter wurden in Haus und Stallungen aufgehängt, bei Krankheit als Tee genommen und gegen Blitzeinschlag auch verbrannt. Sie sollten vor Krankheit, Missernte und jeglichem Unheil schützen. In Oelinghausen ist dieser Brauch schon im Jahre 1477 urkundlich erwähnt. Von der Segnung in einer Klosterkirche erhoffte man sich eine besondere Heilkraft.
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