Aktuelles    2017 | Rückblick Freundeskreis Oelinghausen e.V.


 
 
 
     
 

Führung und Kräuterweihe
in Oelinghausen

 
 

Der Klostergarten Oelinghausen mit seinen Heilpflanzen ist ein willkommener Anlass, den Wurzeln des Brauches der Kräuterweihe zum Fest Mariä Himmelfahrt nachzugehen und die typischen Heilkräuter eines Krautbundes vorzustellen. Bei einer Führung am 

Sonntag, 13. August um 15.00 Uhr,

berichtet Gundula Hümmeke, Mitglied des Freundeskreises Oelinghausen, über Heilpflanzen der auch regional unterschiedlichen Krautpacken.

 
     
   
 
Krautpacken, zusammengestellt von Gundula Hümmeke
 
     
 

Die Tradition reicht bis in heidnische Zeiten zurück. So waren zum Beispiel Baldrian und Donnerkraut ursprünglich den Göttern Baldur und Donar geweiht. Im frühen Christentum wurde es üblich, alte germanische Bräuche in christliche Feste überzuführen.

Die gesegneten Kräuter wurden in Haus und Stallungen aufgehängt, bei Krankheit als Tee genommen und gegen Blitzeinschlag auch verbrannt. Sie sollten vor Krankheit, Missernte und jeglichem Unheil schützen.

Die bei dieser Führung für die Besucher bereitliegenden und die mitgebrachten Krautbunde werden im anschließenden Festgottesdienst um 17.00 Uhr geweiht. Von der Segnung in einer Klosterkirche erhoffte man sich eine besondere Heilkraft der Kräuter.

 
     
     
 
 
 
 
 
     
 

Klosterleben in Oelinghausen
im Mittelalter und Barock

 
 

Der Freundeskreis Oelinghausen lädt ein
zu einer öffentlichen Führung am

30. Juli, 15.00 Uhr

Treffpunkt ist vor der Kirche. Gundula Hümmeke gibt Einblicke in die wechselvolle Geschichte des 1174 gegründeten Prämonstratenserinnenklosters und in das Alltagsleben der Ordensfrauen.

 
     
   
 
Die Nonnenempore in der Klosterkirche Oelinghausen
 
     
  Die noch erhaltenen Klausurgebäude und die eindrucksvollen mittelalterlichen Klostermauern atmen heute noch die monastische Spiritualität vergangener Jahrhunderte und weisen auf den endgültigen Rückzug der Klosterfrauen aus der Welt hin.

Viele Familien waren damals bemüht, wenigstens ein Kind in einem Kloster unterzubringen: Zum einen zur Versorgung, zum anderen, damit ständig für das Seelenheil der Angehörigen gebetet werden konnte.

Die Angst vor der ewigen Verdammnis war im Mittelalter allgegenwärtig. In das reiche Oelinghauser Kloster wurden ausschließlich Töchter adliger Herkunft gegeben - oft schon als kleines Mädchen. Dazu zählte auch die bedeutende Äbtissin Ottilie von Fürstenberg, die bereits im Alter von 9 Jahren zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Anna nach Oelinghausen kam.

Die Ordensregeln waren streng: Zum Stundengebet versammelte man sich auf der Nonnenempore 7mal am Tag, angefangen zur Laudes um 5.00 Uhr morgens bis Mitternacht. Mahlzeiten nahm man bei absolutem Schweigen zweimal am Tag ein, an den vielen Fasttagen nur einmal. Gabeln wurden als Besteck abgelehnt, da sie an den Dreizack des Teufels erinnerten.
 
     
     
 
 
 
 
 
     
  300 Jahre Klausing-Orgel  
 
Ausstellung im
Klostergartenmuseum Oelinghausen -
Zeugen einer langen Orgel-Geschichte
 
     
     
   
     
   
 

Gezeigt werden zahlreiche Artefakte, die sich im Laufe der Jahrhunderte in Oelinghausen angesammelt haben.

Rechts im Bild ist ein sog. Kuckucksruf dargestellt (ein Nachbau von Prof. Michel).

Der Kuckucksruf war insbesondere in der Barockmusik sehr beliebt.

Die Vorrichtung besteht aus zwei Orgelpfeifen (in der Regel Holzpfeifen), die jeweils mit einem kleinen Blasebalg verbunden sind. Bei Betätigung des Registers wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, mit dem nacheinander, zunächst die kleinere, dann die größere Pfeife mittels des jeweiligen Blasebalges angeblasen werden. Die Blasebälge selbst sind nicht mit der Windanlage der Orgel verbunden. Vielmehr "bläst" sich jeder Balg "selbstständig", d. h. mittels einer Feder selbst auf und wird dann durch die Registermechanik aktiviert.

Bei der letzten Orgelrestaurierung durch die Fa. Kuhn wurden mehrere solcher Einbauten leider ersatzlos entfernt. Die Maßnahme wird von heutigen Organisten immer wieder bedauert.

 
 
Die Ausstellung wird am Pfingstsonntag
nach dem Festgottesdienst ca. 12.30 Uhr eröffnet.
 


 

 
 
 
 
 



Passionsdarstellungen in der Klosterkirche
Oelinghausen
 
 
 



Seit Jahrhunderten beschäftigt die Passion und Auferstehung Christi die Menschen mit tiefer innerer Anteilnahme. Bildwerke vom leidenden Jesus kamen dem religiösen Volksempfinden und den meditativen Betrachtungen der Klosterbewohner sehr entgegen, denn sie wurden häufig mit einem bedrohten Dasein voller Leid und Tod und der christlichen Hoffnung auf Heil und Erlösung verknüpft. Dabei sollten figürliche und bildliche Andachtsbilder mit Szenen aus der Passion helfen, das grausame Passionsgeschehen im Mitleiden nachzuempfinden und zur Nachfolge Christi aufzufordern.
Die Klosterkirche beherbergt eine Anzahl solcher Bildwerke von hoher Qualität und volkstümliche Darstellungen, die einzelne Motive der Leidensgeschichte Jesu zum Thema haben. So sollen in der Führung unter anderem auf der Nonnenempore sehr kostbare alte Kreuze von 1150 und 1380, die barocke Ölberggruppe aus dem18. Jhdt. und die um ihren Sohn trauernden Maria (Pieta) gezeigt und erläutert werden. Das von Gerhard Gröninger meisterhaft geschaffene Epitaph der Ottilia von Fürstenberg (1622) in der Kreuzkapelle, das in einem eindrucksvollen Relief Motive der Passion und Auferstehung Christi zeigt, wird in der Führung ebenso thematisiert wie die kürzlich entdeckten Passionsbilder auf der Rückseite des Weihnachtsbildes und die Oelinghauser Kreuztragungsgruppe aus dem 18. Jhdt., bei der eine Nonne Jesus hilft, sein Kreuz zu tragen.

 
 
 
 

    Anfang | Startseite 
 
 
 
 
 
Klostergartenmuseum,
Blick in den Ausstellungs- und Vortragsraum anlässlich einer früheren Ausstellung.