Musica Sacra Konzert in der Klosterkirche Oelinghausen

Sonn­tag, den 7. Juli, 19.00 Uhr

In der Klos­ter­kir­che Oeling­hau­sen wird die Rei­he „Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen“ mit einem inter­es­san­ten Kon­zert fort­ge­setzt. In der Form eines Gesprächs­kon­zer­tes in Zusam­men­ar­beit mit RESONANZ — Musik an St. Johan­nes Bap­tist, Neheim, musi­ziert das Ensem­ble „The Orpheus Cons­ort“ J. H. Scheins „Isra­els­brünn­lein“ für Solo-Sän­ger, Zink, Tenor­po­sau­ne und Con­ti­nuo und Musik­wer­ke von Schütz, L.G.da Via­da­na und Arvo Pärt.
Das von Johann Her­mann Schein (1586–1630), dem bedeu­tends­ten Tho­mas­kan­tor vor Johann Sebas­ti­an Bach, kom­po­nier­te früh­ba­ro­cke Werk „Israls­brünn­lein“ (1623) stellt die wohl wich­tigs­te Motet­ten-Samm­lung der deut­schen Musik des 17. Jahr­hun­derts dar.

Den zeit­ge­nös­si­schen Gegen­pol dazu bie­tet u.a. Arvo Pärts „Spie­gel im Spie­gel“. Das von Orgel und Gam­be vor­ge­tra­ge­ne, 1978 kom­po­nier­te Musik­stück des est­ni­schen Kom­po­nis­ten zeigt in sei­ner extre­men Ruhe Pärts vom Kir­chen­ge­sang gepräg­te mys­ti­sche Erfah­rung.

Von beson­de­rem Inter­es­se ist sicher das Spie­len auf his­to­ri­schen Instru­men­ten, die inner­halb des Kon­zer­tes vor­ge­stellt wer­den, so dass der Zuhö­rer Aus­se­hen, Spiel­wei­se und Klang­cha­rak­ter der Instru­men­te ken­nen­ler­nen kann.

Das Ensem­ble “The Orpheus Cons­ort” hat sich mit einer Grup­pe ver­sier­ter und enga­gier­ter jun­ger Solo­sän­ger und Instru­men­ta­lis­ten im Herbst 2018 for­miert, um sich in fle­xi­bler Beset­zung der Vokal- und Instru­men­tal­mu­sik der Renais­sance und des Früh­ba­rock zu wid­men. Die Musi­ker beschäf­ti­gen sich dabei in his­to­risch infor­mier­ter Auf­füh­rungs­pra­xis mit ver­schie­de­nen Wer­ken der Zeit und errei­chen durch far­ben­rei­che Instru­men­ta­tio­nen immer neue, ein­zig­ar­ti­ge Blick­win­kel auf bereits Bekann­tes. Zusätz­lich inter­pre­tie­ren sie auch zeit­ge­nös­si­sche Musik auf his­to­ri­schem Instru­men­ta­ri­um, um die­se in einen neu­en Kon­text zu stel­len.

Es sin­gen und spie­len: Mari­na Schu­chert (Sopran), Johan­nes Wede­king (Bass), Jen­ny Hei­lig (Zink), Iris Tjoonk (Posau­ne), Caro­li­na Schwäbl Mar­tins (Vio­lon­cel­lo und Vio­la da Gam­ba), Fre­de­rik Puns­mann (Tru­hen­or­gel).

Der in jeder Hin­sicht außer­ge­wöhn­li­che Kon­zert­abend in der Klos­ter­kir­che ver­spricht ein wei­te­rer Höhe­punkt der belieb­ten „Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen“ — Rei­he zu wer­den.

Ein­tritt: 12,00 € an der Abend­kas­se , Schü­ler und Stu­den­ten frei.

 

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Pfingstkonzert in der Klosterkirche Oelinghausen

In der Rei­he Musi­ca Sacra — Oeling­hau­sen fin­den, wie in jedem Jahr zu Pfings­ten, in der Klos­ter­kir­che in Oeling­hau­sen zwei abwechs­lungs­rei­che Kon­zer­te mit her­aus­ra­gen­den Musi­kern statt.

Sams­tag, den 8. Juni 2019, um 19.00 Uhr
spielt das Ensem­ble Odys­see aus Ams­ter­dam unter dem Titel
In Freund­schaft
alter­na­ti­ve Ver­sio­nen von Klas­si­kern des 18. Jahr­hun­derts

Das Ens­emp­le Odys­see aus Ams­ter­dam

Das Ensem­ble wur­de 2009 als ein Kol­lek­tiv jun­ger Barock­mu­si­ker gegrün­det, um neue, eige­ne Inter­pre­ta­ti­ons­we­ge in der Alten Musik zu beschrei­ten. Den Kern des Ensem­bles bil­den Anna Steg­mann, (Block­flö­te), Eva Sala­din (Vio­li­ne), Georg Fritz (Oboe, Block­flö­te) und Andrea Frig­gi (Cem­ba­lo). Alle Musi­ker ver­bin­det ein star­kes Inter­es­se an his­to­ri­scher Auf­füh­rungs­pra­xis und am Erfor­schen bis­her unbe­kann­ten Reper­toires, wobei oft­mals her­kömm­li­che Kon­ven­tio­nen in Fra­ge gestellt, erforscht, aber auch expe­ri­men­tiert wird, um zu einer für Musi­ker und Publi­kum schlüs­si­gen Inter­pre­ta­ti­on zu gelan­gen. Im Kon­zert ste­hen mit Tele­mann, Graupner, Fasch und Bach vier Kom­po­nis­ten im Mit­tel­punkt, die 1722 für die ange­se­he­ne, neu zu beset­zen­de Posi­ti­on des Tho­mas­kan­tor in Leip­zig in Fra­ge kamen, wobei J.S. Bach nach Rück­tritt der drei ande­ren Bewer­ber freie Bahn bekam. Die Riva­li­tät zwi­schen den vier Kom­po­nis­ten spie­gelt sich in der Beset­zung des Kon­zert­pro­gramms wider: Es sind über­wie­gend Musik­wer­ke, in denen jeweils ein bestimm­tes Instru­ment eine Solo­rol­le spielt. Das Ver­hält­nis der vier Kom­po­nis­ten unter­ein­an­der steht sym­bo­lisch für das Kon­zert­pro­gramm “In Freund­schaft“, denn das Zusam­men­spiel kon­kur­rie­ren­der Kol­le­gen ist nur mög­lich unter der Bedin­gung einer freund­schaft­li­chen Bezie­hung. Ein wei­te­res Musi­ca-Sacra- Kon­zert in der Rei­he „Dom- und Kon­zert­or­ga­nis­ten in Oeling­hau­sen“ erklingt am

Pfingst­sonn­tag, den 9. Juni um 19.00 Uhr
spielt Dani­el Tap­pe aus Lipp­stadt
Orgel­mu­sik zu Pfings­ten
Musik Alter Meis­ter des 16.–18. Jahr­hun­derts

Dani­el Tap­pe, Orgel­vir­tuo­se aus Lipp­stadt

Dani­el Tap­pe wird, Orgel­vir­tuo­se und mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ter Spe­zia­list Alter Musik für Orgel, Cem­ba­lo und Ensem­ble­spiel die his­to­ri­sche Orgel Oeling­hau­sens in ihrem vol­len Glanz und ihren kla­ren, far­ben­rei­chen Tönen zum Erklin­gen brin­gen. Auf dem pfingst­li­chen Pro­gramm steht Musik ver­schie­de­ner Alter Meis­ter des 16.–18. Jahr­hun­derts mit Cho­ral­be­ar­bei­tun­gen, Toc­ca­ten und ande­ren Orgel­wer­ken von M. Weck­mann, J. G Walt­her, H. Schei­de­mann, J.S. Bach, ver­schie­de­nen Renais­sance-Tän­zen bis zu J.S. Bachs vir­tuo­ser Fan­ta­sia super „Komm, Hei­li­ger Geist“, wo über die Pedal-Cho­ral-Melo­die eine über­schwäng­li­che Toc­ca­ta fegt, die den “rau­schen­den mäch­ti­gen Wind” des Hei­li­gen Geis­tes über­mit­telt.
Dani­el Tap­pe, Jahr­gang 1978, stammt aus Anröch­te in West­fa­len. Er stu­dier­te in Lübeck Kir­chen­mu­sik und Orgel, anschlie­ßend am renom­mier­ten Ober­lin Con­ser­vato­ry of Music in Ohio/USA Orgel bei James David Chris­tie, his­to­ri­sche Tas­ten­in­stru­men­te, his­to­ri­sche Auf­füh­rungs­pra­xis und Musik­ge­schich­te. Sei­ne Stu­di­en schloss er 2007 mit dem Bache­lor und Mas­ter of Music ab. Nach Deutsch­land zurück­ge­kehrt, stu­dier­te er an der Musik­hoch­schu­le Han­no­ver bei Pier Damia­no Peret­ti und leg­te 2009 das Kon­zert­ex­amen im Fach Orgel ab. Zahl­rei­che Meis­ter­kur­se bei gro­ßen Namen der Orgel­welt run­den sei­ne Aus­bil­dung ab. Vier Jah­re lang arbei­te­te Dani­el Tap­pe in Chi­na, wo er als Orgel­sach­ver­stän­di­ger in Peking, als Cem­ba­list und Orga­nist, als Mit­be­grün­der und Lei­ter der Deut­schen Kan­to­rei Peking tätig war. Mit gro­ßem Erfolg kon­zer­tier­te er u.a. an der Kon­zert­hal­le der Ver­bo­te­nen Stadt in Peking, am Ori­en­tal Art Cen­ter in Shang­hai, am Natio­nal­thea­ter in Ordos und am Grand Thea­ter in Qing­dao. Ende 2013 in sei­ne Hei­mat nach Lipp­stadt zurück­ge­kehrt, nahm Dani­el Tap­pe sei­ne rege Kon­zert­tä­tig­keit wie­der auf und kon­zer­tiert seit­dem mit gro­ßem Erfolg in natio­na­len und inter­na­tio­na­len Kir­chen und Kon­zert­sä­len. Seit 2016 ist Dani­el Tap­pe Pia­nist und Kor­re­pe­ti­tor für den Städ­ti­schen Musik­ver­ein Lipp­stadt und kom­mis­sa­ri­scher Lei­ter der Stadt­kan­to­rei Soest.

Ein­tritt: jeweils 12,00 € an der Abend­kas­se
Ein bar­rie­re­frei­er Zugang ist vor­han­den
Kin­der und Jugend­li­che frei

 

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Meisterwerke Alter und Neuer Musik

Mit einem sehr inter­es­san­ten Kon­zert und her­vor­ra­gen­den Musi­ke­rin­nen beginnt am

Sonn­tag, den 5. Mai 2019 um 19.00 Uhr
in der Klos­ter­kir­che Oeling­hau­sen die Sai­son der Kon­zert­rei­he
Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen 2019

Die­ses 1. Kon­zert steht mit einer Aus­wahl von Meis­ter­wer­ken Alter und Neu­er Musik ganz im Zei­chen öster­li­chen Freu­de, mit Wer­ken u.a. von J. Wal­ter, J. Fer­di­nand Fischer, J. S. Bach, G. Fres­co­bal­di, F. Dan­dri­eu, Jean Lang­lais, J. Alain und E. M. Schief­fer.

Vic­timae pascha­li lau­des“ , so der Titel des Pro­gramms, in dem Orgel und Flö­ten im öster­li­chen Dia­log zuein­an­der ste­hen, inter­pre­tiert von den inter­na­tio­nal gefrag­ten Musi­ke­rin­nen Hel­ga Schau­er­te-Mau­bou­et (Orgel) und Eva Maria Schief­fer (Block- und Tra­vers­flö­te).

Den beson­de­ren Reiz und Hör­ge­nuss gewinnt das Kon­zert durch die Kom­bi­na­ti­on Alter Musik vor­wie­gend des 17. und 18. Jahr­hun­derts mit ganz Neu­er Musik des 20./21. Jahr­hun­derts, teils solis­tisch dar­ge­bracht, teils im gemein­sa­men Musi­zie­ren von Flö­te und Orgel.

Eigens für das Kon­zert in Oeling­hau­sen hat Eva Maria Schief­fer ein Musik­stück für Flö­te und Orgel mit dem Titel „Blu­men­gar­ten im Mond­licht“ kom­po­niert, das in der Klos­ter­kir­che am 5. Mai urauf­ge­führt wird. In die öster­li­che Freu­de wird musi­ka­lisch der Auf­er­ste­hungs­ge­dan­ke in der Natur mit ein­be­zo­gen, indem

Eva Maria Schief­fer
 Foto: Johann Schenk

Früh­ling“ und „Mit­tel­al­ter­li­cher Gar­ten“- wie er sich auch auf dem Klos­ter­ge­län­de Oeling­hau­sens befin­det — ton­ma­le­risch dar­ge­stellt wer­den. Es ist ein zar­tes Werk: Das Publi­kum „hört“ durch das Mond­licht ent­frem­de­te Far­ben, merk­wür­di­ge Schat­ten, ver­schie­de­ne Düf­te und klei­ne Tie­re und wird schließ­lich von einem Wie­gen­lied zum Träu­men gebracht.“ (H. Schau­er­te).

Neben die­ser Urauf­füh­rung für Orgel und Flö­te erklingt in der Klos­ter­kir­che als deut­sche Erst­auf­füh­rung auch das  Musik­stück “L’Ô” („Was­ser“) für Block­flö­te solo von E. M. Schief­fer.

Hel­ga Schau­er­te-Mau­bou­et, aus dem hei­mi­schen Len­ne­stadt gebür­tig, ist eine aus­ge­zeich­ne­te Ken­ne­rin der his­to­ri­schen Oeling­hau­ser Orgel. Als  erst­klas­si­ge, inter­na­tio­nal geschätz­te Inter­pre­tin der Orgel­mu­sik ist sie neben ihrer umfang­rei­chen Tätig­keit als Orga­nis­tin der Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­che in Paris und als Orgel­leh­re­rin am Pari­ser Kon­ser­va­to­ri­um N. und L. Bou­lan­ger auch

Hel­ga Schau­er­te
 Foto: Dr. Wer­ner Hüm­me­ke

als erfolg­rei­che Musik­wis­sen­schaft­le­rin und Her­aus­ge­be­rin musi­ka­li­scher Wer­ke tätig.  2006 grün­de­te sie in der Auver­gne eine Orgel­aka­de­mie. Kon­zert­tour­ne­en, Vor­trä­ge und Meis­ter­kur­se füh­ren sie quer durch Euro­pa und in die USA. Die inter­na­tio­na­le Pres­se zählt sie zu einer der bedeu­ten­den Musi­ker­per­sön­lich­kei­ten unse­rer Zeit. Von ihrer reich­hal­ti­gen Dis­ko­gra­fie hat Hel­ga Schau­er­te auch 2 CDs mit Orgel­mu­sik an der his­to­ri­schen Oeling­hau­ser Orgel ein­ge­spielt.

Kon­takt:
Mar­le­ne Kraft
Tel: 02932 26722
mbkraft@web.de
und
Susan­ne Steg­mann
Tel.: 02932 38039
susanne.stegmann@yahoo.de

Kon­zert­über­sicht für 2019

Das Pro­gramm der „Musi­ca Sacra“-Konzerte stellt auch in 2019 die wert­vol­le his­to­ri­sche Klausing-Orgel in ihren Mit­tel­punkt. Deren Klän­ge und Klang­schat­tie­run­gen begeis­tern Ken­ner und Lai­en immer wie­der. Neben bewähr­ten her­vor­ra­gen­den Meis­ter­wer­ken Alter Musik ste­hen auch unge­wohn­te, viel­fäl­ti­ge und abwechs­lungs­rei­che Klang­kon­stel­la­tio­nen auf dem Pro­gramm, die gleich­wohl von natio­nal und inter­na­tio­nal höchst aner­kann­ten Musi­ke­rin­nen und Musi­kern her­vor­ge­zau­bert wer­den und dem Anspruch Oeling­hau­sens nach hoher künst­le­ri­scher Qua­li­tät gerecht wer­den.

Sonn­tag 5. Mai 19.00 Uhr  (s. auch oben)
Orgel plus … Flö­ten Flöte(n) und Orgel im öster­li­chen Dia­log
Hel­ga Schau­er­te-Mau­bou­et, Paris (Orgel),
Eva Schief­fer, Paris (Block- und Tra­vers­flö­ten)
Sei­nen beson­de­ren Reiz und Hör­ge­nuss gewinnt das Kon­zert durch die Kom­bi­na­ti­on von Alter mit ganz Neu­er Musik, teils solis­tisch dar­ge­bracht, teils im gemein­sa­men Musi­zie­ren. Eigens für das Kon­zert in Oeling­hau­sen hat Eva Schief­fer ein Musik­stück für Flö­te und Orgel mit dem Titel „Blu­men­gar­ten im Mond­licht“ kom­po­niert, das in der Klos­ter­kir­che am 5. Mai urauf­ge­führt wird. In die öster­li­che Freu­de wird musi­ka­lisch der Auf­er­ste­hungs­ge­dan­ke in der Natur mit ein­be­zo­gen, indem „Früh­ling“ und „Mit­tel­al­ter­li­cher Gar­ten“, wie er sich auch auf dem Klos­ter­ge­län­de Oeling­hau­sens befin­det, ton­ma­le­risch dar­ge­stellt wer­den. „Es ist ein zar­tes Werk: Das Publi­kum „hört“ durch das Mond­licht ent­frem­de­te Far­ben, …und wird schließ­lich von einem Wie­gen­lied zum Träu­men gebracht..“ (H. Schau­er­te)

 Pfingst­sams­tag 8. Juni 19.00 Uhr
In Freund­schaft
„Alter­na­ti­ve Ver­sio­nen von Klas­si­kern des 18. Jahr­hun­derts“
Ensem­ble Odys­see, Ams­ter­dam
Die vier Kom­po­nis­ten Tele­mann, Graupner, Fasch und Bach sind ver­bun­den durch ein beson­de­res Ereig­nis 1722, den Tod des Tho­mas­kan­tors Johann Kuh­nau. Alle vier kamen für die ange­se­he­ne Posi­ti­on sei­ner Nach­fol­ge in Fra­ge – doch erst nach­dem Tele­mann das ehren­vol­le Ange­bot abwies, zogen Graupner und Fasch sich zurück, um Bach freie Bahn zu las­sen. Das Ver­hält­nis die­ser vier Kom­po­nis­ten unter­ein­an­der steht glei­cher­ma­ßen sym­bo­lisch für das Kon­zert­pro­gramm der Block­flö­tis­tin Anna Steg­mann, das Wer­ke mit jeweils wech­seln­den Solo Instru­men­ten kom­bi­niert. Denn auch wenn die Prot­ago­nis­ten sich in Kon­kur­renz gegen­über­stan­den, war ihr Zusam­men­hang doch nur „in Freund­schaft“ mög­lich. „Es ist soli­de, gefäl­li­ge Gebrauchs­mu­sik, die sich in der kun­di­gen, tech­nisch sou­ve­rä­nen und wei­te Bögen schla­gen­den Inter­pre­ta­ti­on von ihrer bes­ten Sei­te zeigt.“ (Mat­thi­as Hen­gel­brock, Fono Forum (11/18) „Ensem­ble Odys­see kom­bi­niert Wis­sen und Respekt für Alte Musik mit fri­schem Enthu­si­as­mus, der die­se Musik span­nend und unwi­der­steh­lich macht.” (Georg Adams, 2015)

 Pfingst­sonn­tag 9. Juni 19.00 Uhr
Dom- und Kon­zert­or­ga­nis­ten in Oeling­hau­sen
Orgel­mu­sik zu Pfings­ten
Dani­el Tap­pe, Lipp­stadt
Als mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ter Spe­zia­list Alter Musik für Orgel, Cem­ba­lo und Ensem­ble­spiel wird Dani­el Tap­pe die his­to­ri­sche Orgel Oeling­hau­sens in ihrem vol­len Glanz und ihren kla­ren, far­ben­rei­chen Tönen und Klang­schat­tie­run­gen mit spe­zi­ell auf die Orgel abge­stimm­ten Wer­ken zum Erklin­gen brin­gen. Ende 2013, nach län­ge­ren Aus­lands­auf­ent­hal­ten in sei­ne Hei­mat zurück­ge­kehrt, nahm er sei­ne rege Kon­zert­tä­tig­keit wie­der auf und kon­zer­tiert seit­dem mit gro­ßen Erfol­gen in natio­na­len und inter­na­tio­na­len Kir­chen und Kon­zert­sä­len.

 Sonn­tag 7. Juli 19.00 Uhr
Johann Her­mann Schein: Isra­els­brünn­lein
The Orpheus Cons­ort
Das von Johann Her­mann Schein, dem sicher bedeu­tends­ten Tho­mas­kan­tor vor Johann Sebas­ti­an Bach, kom­po­nier­te früh­ba­ro­cke Werk „Isra­els­brünn­lein“ stellt die wohl wich­tigs­te Motet­ten-Samm­lung der deut­schen Musik des 17. Jahr­hun­derts dar. Die 26, in der Mehr­zahl alt­tes­ta­men­ta­ri­schen Text­ver­to­nun­gen, gaben der Samm­lung ihren Namen. Sie ver­ei­nen den welt­li­chen Madri­gal­stil mit der poly­pho­nen Kunst der geist­li­chen Motet­te.

Sams­tag 5. Okto­ber 19.00 Uhr
Kon­zert­or­ga­nis­ten in Oeling­hau­sen
„Über­ra­schungs­kon­zert“
In die­sem inter­es­san­ten Orgel­kon­zert wird das Pro­gramm der „Musi­ca Sacra”-Reihe für das Jahr 2020 den Zuhö­rern vor­ge­stellt. Sei­en Sie gespannt!

 

Ein­tritt:
12,00 EUR / Schü­ler und Stu­die­ren­de frei
Kar­ten zu allen Kon­zer­ten erhal­ten Sie an der Kon­zert­kas­se, die jeweils 30 Minu­ten vor Kon­zert­be­ginn öff­net. Ein bar­rie­re­frei­er Zugang ist vor­han­den. Eine Sitz­platz­re­ser­vie­rung ist nicht mög­lich.

 

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Erinnerungen an Bodo J. Balcerek

Am 17. Novem­ber 2018 ver­starb Bodo Josef Bal­cerek. Er wur­de im Krei­se sei­ner Fami­lie auf dem Wald­fried­hof in Aachen bei­gesetzt.

Der Freun­des­kreis Oeling­hau­sen e.V. wird sein Andenken in dank­ba­rer Erin­ne­rung bewah­ren.

Gemein­sam mit Pro­fes­sor Wil­fried Michel, der die Ver­an­stal­tungs­rei­he „Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen“ initi­ier­te, ermög­lich­te er mit sei­ner tech­ni­schen Aus­stat­tung die Doku­men­ta­ti­on des Klangs, der in den Jah­ren 1999–2002 restau­rier­ten Orgel.

Die Zusam­men­ar­beit mit Pro­fes­sor W. Michel hat B. J. Bal­cerek in einem Begleit­text zu einer CD, die er nach dem Tod von Prof. Michel in eige­ner Initia­ti­ve für den Freun­des­kreis Oeling­hau­sen e.V. her­aus­brach­te, beschrie­ben:

Wil­fried Michel – ami­cus dif­fi­ci­lis
Der Ein­gang­scho­ral (Jesus blei­bet mei­ne Freu­de von J. S. Bach) – sein Lieb­lingscho­ral – kommt musi­ka­lisch hier zwei­fach vor (auch in der Sui­te). Wir lern­ten uns Anfang der 70er-Jah­re in Oeling­hau­sen  ken­nen, wo er wohn­te. Ich woll­te Ama­teur­auf­nah­men von sei­ner „Orgel“ machen, er woll­te pro­fes­sio­nel­le. Sein Ziel war immer höchs­te Qua­li­tät.


Vie­les habe ich von ihm gelernt. Es kam dann zu vier Orgel-CDs in gemein­sa­mer Arbeit und zu Archiv­auf­nah­men – nicht alle per­fekt – aber die vor­ge­leg­te Aus­wahl ist hörens­wert. Und so sol­len sie drei Aspek­te sei­nes Wir­kens beleuch­ten: Kom­po­nist – Orga­nist – Ver­an­stal­ter von Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen. Und hier hören Sie die Oeling­hau­ser Orgel so, wie sie nicht mehr klin­gen kann; weil Regis­ter, die er lieb­te und ent­warf, ent­fernt oder ver­än­dert wur­den.
Der Ton­auf­neh­mer B. J. Bal­cerek

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50 Jahre Musica Sacra Oelinghausen

Der Freun­des­kreis Oeling­hau­sen e.V. bemüht sich seit 35 Jah­ren um die Pfle­ge des reli­giö­sen Erbes und um das auf ein Vier­tel des ehe­ma­li­gen Gebäu­de­be­stan­des redu­zier­te frü­he­re Prä­mons­tra­ten­se­rin­nen­klos­ter. Das bedeu­tet Ver­pflich­tung im Hin­blick auf 850 Jah­re Ordens­ge­schich­te an die­sem Ort, 660 Jah­re musi­ka­li­sche Kul­tur und 50 Jah­re Musik­tra­di­ti­on durch die Kon­zert­rei­he MUSICA SACRA OELINGHAUSEN.

Es geht in die­sem Jahr nicht um das Geden­ken an die from­men  Stifts­her­ren von Sche­da, die Mit­te des 12. Jahr­hun­derts das Klos­ter grün­de­ten, nicht um die gebeug­ten Knie von Tau­sen­den from­mer Klos­ter­in­sas­sen und Beter und nicht um die unter der Last der Arbeit gebeug­ten Rücken von Lai­en­brü­dern, Knech­ten und Mäg­den.

In die­sem Jahr geden­ken wir der Frau­en und Män­ner, die vor 50 Jah­ren die Bedeu­tung der his­to­ri­schen Orgel erkann­ten und sich ent­schlos­sen,  die­sen musi­ka­li­schen Schatz zu pfle­gen und zu neu­em Ruhm zu füh­ren. Seit­dem haben Jahr für Jahr vie­le Freun­de der klas­si­schen Chor- und Instru­men­tal­mu­sik aus dem Ruhr- und Hön­ne­tal, dem Hell­weg­raum und dem Ruhr­ge­biet Oeling­hau­sen besucht, um die Kon­zer­te mit euro­pa­weit bekann­ten Künst­lern zu erle­ben. Im Mit­tel­punkt der musi­ka­li­schen Ver­an­stal­tun­gen stand und steht bis heu­te die his­to­ri­sche Orgel.

Was macht MUSICA SACRA OELINGHAUSEN so erfolg­reich? Zwei Aspek­te sind zu beach­ten: Der ers­te ist die Ein­zig­ar­tig­keit der in Jahr­hun­der­ten ent­stan­de­nen Orgel und der zwei­te Aspekt ist, die außer­or­dent­li­che Per­sön­lich­keit ihres Ent­de­ckers, Pro­fes­sor Wil­fried Michel aus Hüs­ten.

Pro­fes­sor Wil­fried Michel (1938–1997)

Wir müs­sen hier dar­auf ver­zich­ten, die Cha­rak­te­ris­ti­ka der Orgel im Ein­zel­nen vor­zu­stel­len. Ent­schei­dend für die Ent­de­ckung der his­to­ri­schen Orgel wur­de der in der Nach­bar­schaft des Klos­ters Oeling­hau­sen in Hüs­ten als Sohn eines Tisch­ler­meis­ters auf­ge­wach­se­ne Wil­fried Michel (1938–1997). Sein musi­ka­li­sches Talent ent­deck­te Pro­fes­sor Kobeck in Arns­berg. Von 1958 bis 1962 stu­dier­te Michel in Wien. Nach­dem er 1964 sei­ne Kon­zertrei­fe­prü­fung als Orga­nist bestan­den hat­te, folg­ten Kom­po­si­ti­ons- und Ton­satz­stu­di­en in Frei­burg und Semi­na­re in Live-Elek­tro­nik in Stutt­gart und Düs­sel­dorf. Über 20 Jah­re beglei­te­te er mit sei­ner Orgel­mu­sik die lit­ur­gi­schen Fei­ern in der Oeling­hau­ser Klos­ter­kir­che. Von 1974 bis 1977 lehr­te er an der Staat­li­chen Hoch­schu­le für West­fa­len-Lip­pe in Dort­mund, bis er als Musik­pro­fes­sor sei­ne Tätig­keit an der Staat­li­chen Musik­hoch­schu­le in Köln begann.

Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen

Die­ser außer­or­dent­lich fähi­ge Musik­for­scher, Kom­po­nist und Orga­nist Wil­fried Michel war ein Glücks­fall  für das Instru­ment in Oeling­hau­sen. Mit sei­ner kom­mu­ni­ka­ti­ven Art ver­stand er es, sei­ne Begeis­te­rung auf ein grö­ße­res Publi­kum zu über­tra­gen. Seit 1964 wohn­te er im Klos­ter in Oeling­hau­sen. Er trom­mel­te mit Pres­se­ar­ti­keln, Füh­run­gen und vor allem Kon­zer­ten und mit einer Lang­spiel­plat­te  (1977) und einer Buch­ver­öf­fent­li­chung  für die Reno­vie­rung des his­to­ri­schen Instru­ments. Das war die Geburts­stun­de der Rei­he  MUSICA SACRA OELINGHAUSEN, die auch nach sei­nem Tode 1997 bis heu­te erfolg­reich fort­ge­setzt wird.

Tobi­as Witt­mann, Kir­chen­mu­si­ker an St. Fide­lis in Stutt­gart und Regio­nal­kan­tor für das kath. Stadt­de­ka­nat. Er unter­rich­tet Orgel­im­pro­vi­sa­ti­on und Orgel­bau­kun­de an der Musik­hoch­schu­le Stutt­gart.

Der Freun­des­kreis Oeling­hau­sen e.V. ehrt den Begrün­der der vor 50 Jah­ren gestar­te­ten Rei­he  MUSICA SACRA OELINGHAUSEN  am Sonn­tag, dem 23. Sep­tem­ber  um 19 Uhr, durch ein Fest­kon­zert in der Klos­ter­kir­che Oeling­hau­sen auch mit einer Kom­po­si­ti­on von Prof. Wil­fried Michel selbst. Unter dem The­ma „Zeit um Zeit“ spannt Tobi­as Witt­mann mit Musik von J.S. Bach bis A. Pärt und W. Michel einen gro­ßen Bogen durch die beweg­te Geschich­te der his­to­ri­schen Oeling­hau­ser Orgel. In dem außer­ge­wöhn­li­chen und abwechs­lungs­rei­chen Kon­zert nimmt er neben klas­si­scher Orgel­mu­sik auch die jüngs­te Ver­gan­gen­heit in den Blick und ent­lockt dem alten Instru­ment unge­wöhn­li­che Klän­ge heu­ti­ger Kom­po­nis­ten. Tobi­as Witt­mann ist als Kir­chen­mu­si­ker an St. Fide­lis in Stutt­gart tätig und dort Regio­nal­kan­tor für das kath. Stadt­de­ka­nat. Er unter­rich­tet Orgel­im­pro­vi­sa­ti­on und Orgel­bau­kun­de an der Musik­hoch­schu­le Stutt­gart.

Rück­blick, Jubi­lä­ums­kon­zert

Als ehe­ma­li­ger Orga­nist im Klos­ter Oeling­hau­sen und jah­re­lan­ger künst­le­ri­scher Lei­ter der „Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen“ ist Tobi­as Witt­mann mit der his­to­ri­schen Orgel end ver­bun­den. Nach dem Stu­di­um der Kir­chen­mu­sik (A-Examen), Instru­men­ten­päd­ago­gik und Orgel­im­pro­vi­sa­ti­on in Stutt­gart und Phi­lo­so­phie in Tübin­gen ist Tobi­as Witt­mann seit 2011 als Kir­chen­mu­si­ker an St. Fide­lis, einem kir­chen­mu­si­ka­li­schen Zen­trum in Stutt­gart tätig und ist zugleich Regio­nal­kan­tor für das kath. Stadt­de­ka­nat Stutt­gart. Zum kom­men­den Win­ter­se­mes­ter wird er dem Ruf auf eine Lehr­stel­le für Orgel­im­pro­vi­sa­ti­on an der Musik­hoch­schu­le Stutt­gart fol­gen.

Tobi­as Witt­mann ist Preis­trä­ger des Wett­be­werbs „Impro­vi­sa­ti­on im Got­tes­dienst“ und war Fina­list des renom­mier­ten Impro­vi­sa­ti­ons­wett­be­werbs in Haar­lem. Sein beson­de­res Inter­es­se gilt der Orgel­im­pro­vi­sa­ti­on und dem Dia­log von Kir­chen­mu­sik mit ande­ren Kunst­for­men. So ist er mit gro­ßem Erfolg Initia­tor und Musi­ker der Rei­he „Klang­Raum“, in der Raum, Licht und Klang eine fas­zi­nie­ren­de Syn­the­se ein­ge­hen. Sei­ne Vor­lie­be für inter­es­san­tes, span­nungs­rei­ches Orgel­spiel kommt auch in die­sem Jubi­lä­ums­kon­zert im Wech­sel­spiel von Alt und Moder­ne, von Musik des 16./17. Und des 20. Jahr­hun­derts voll zur Gel­tung. Mit Invo­ka­ti­on, einer Orgel­kom­po­si­ti­on von Pro­fes­sor Wil­fried Michel, erin­nert Tobi­as Witt­mann an den Mitt­be­grün­der des Freun­des­krei­ses Oeling­hau­sen e.V. und Begrün­der der Kon­zert­rei­he „Musi­ca Sacra Oeling­hau­sen“.

Jubi­lä­ums­kon­zert in der Klos­ter­kir­che Oeling­hau­sen, Foto: Bern­hard Pad­berg, Hol­zen

Pro­gramm: „Zeit um Zeit“
Musik von Bach bis Pärt und Michel

Johann Sebas­ti­an Bach (1685–1750)
Trio super „Herr Jesus Christ, dich zu uns wend“ (BWV 655)

Arvo Pärt (*1935)
Annum per annum

Paul Hof­hai­mer (1459–1537)
Sal­ve Regi­na

John Cage (1912–1992)
Sou­ve­nir

J.S. Bach
An Was­ser­flüs­sen Baby­lon

Wil­fried Michel
Invo­ca­ti­on

J.S. Bach
Prae­lu­di­um und Fuge G-Dur (BWV  541)